lounge208


wer tiefer nachdenkt, der erkennt
mensch sein ist fast schon patient
Samstag, 21. Februar 2004
Lounge208

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Dienstag, 3. Februar 2004
Rocco Clein

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Mittwoch, 28. Januar 2004
wer holt WASSER?
*PIEGEL: Sie fahren in den nächsten drei Wochen durch die Inselwelt der Südsee. Wie würden Sie einem Eingeborenen beschreiben, was Sie in den letzten zwei Wochen gemacht haben?

Beil: Wenn er Englisch spricht, werde ich ihm erklären, dass es Leute spannend finden, durchs Schlüsselloch zu gucken, und dass auch er es spannend findet, was sein Stammesbruder treibt. Und dass in dem Land, aus dem ich komme, die Leute das so spannend finden, dass sie Leute an das andere Ende der Welt schicken, um zu sehen, wie sie sich dort unter völlig anderen Bedingungen verhalten. Dass sie deswegen ein Wahnsinnsgeld ausgegeben haben, nur um zu sehen, wie zehn Leute, die mehr oder weniger bekannt sind, den ganzen Tag lang um ein Lagerfeuer sitzen. Dann würde er mich angucken - und vielleicht auslachen.

*PIEGEL: Frau Beil, viel Spaß bei dieser Unterhaltung und vielen Dank für dieses Gespräch.

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Dienstag, 27. Januar 2004
rückkehr der SPINNER
"Das wird ja eine tolle "Echo"-Preisverleihung geben. Am 6. März versammeln sich im Berliner ICC wie jedes Jahr die aufgebrezelten Funktionäre der Musikindustrie zur Selbstbeweihräucherung. Hier wird der zweitwichtigste Pop-Award nach den Grammys - so die gänzlich unbescheidene Selbstdarstellung - vergeben und Showbiz-Granaten wie Daniel Küblböck oder Sarah Connor bekommen pfiffig geformte Trophäen ausgehändigt. Beim Aftershow-Essenfassen gibt es Majonäse-Eier, Sushi und auch mal ne Pulle Schampus oder drei. Doch irgendetwas ist anders als sonst. Die cheques and balances am Biertresen sind völlig aus dem Lot geraten. Wenn die gegenwärtige Entwicklung so anhält, wird ein großer Teil des höheren Managements der Majorlabels Universal Music, BMG, EMI, Warner Music und Sony Music, das 2002 noch über Millionendeals bestimmte, die Echo-Gala 2004 als entspannte Frührentner besuchen...

... Nach einer jüngst veröffentlichten Studie des US-Bankhauses Morgan Stanley über den amerikanischen Tonträgermarkt ist die Plattenindustrie für den Kapitalmarkt schlicht nicht mehr interessant. Die Banker weisen nach, dass der Produktlebenszyklus von physischen Tonträgern unweigerlich zu Ende ist. Und genau darauf sind die Strukturen der größeren Labels mit ihren Verwaltungs- und Marketing-Wasserköpfen ausgerichtet. Und darum müssen diese jetzt leider alle sterben. Sorry, aber is so!...

... Möglicherweise ein gar zu sonniger Ausblick. Doch bereits heute gibt es von der Schlaumeier-Techno-Manufaktur Kompakt über die Backcatalogue-Pfleger von Rhino Records bis zum unabhängigen Bochumer Musik-und-Comedy-Hörbuchlabel Roof/Tacheles dutzende erfolgreiche Geschäftsmodelle, die auch morgen noch existieren werden. Nur steht dort kein Ferrari-Testarossa vor der Tür, keine Sekretärin fährt Audi TT...

... All das mag der Grund dafür sein, dass der Abgang von Universal-Chef Tim Renner so hohe Wellen geschlagen hat. Eine Mischung aus Heiligenverehrung und dem Versuch, das Unerklärliche zu erklären. Der Highlander im schmutzigen Musikgeschäft tritt ab. Dabei hat Renner in seinen 17 Jahren im System auf der Basis eines hellen Kopfes lediglich Glück gehabt und die Charakterstärke bewiesen, halbwegs normal zu bleiben. Auch angesichts der gerade laufenden Prozesse im Falle Mannesmann/Vodafone wird sehr schnell klar, welche Leistung es für einen Topmanager bedeutet, in einer normalen Kneipe ein Bier zu bestellen, ohne dumm aufzufallen. Dass Pop - und Popmusik im Speziellen - gerade dabei ist, diese Managerkaste zu entsorgen (auch wenn daran die Exel-Tabellen in Gütersloh schuld sind), hätte man ihr auf die alten Tage gar nicht mehr zugetraut. Die Prophezeiung von Chuck D, eines anderen Visionärs, der selbst zu Hochzeiten von Public Enemy wohl nie Concorde geflogen ist, wird langsam, aber sicher zur Realität: Statt weltweit fünf Majors wird es sehr bald 500.000 bizarre Kleinstrukturen geben. Und dabei ist es nicht wichtig, wie schnell der Technologieschub via Internet oder Mobilfunk marktreif sein wird."

Rückkehr der Spinner (TAZ 23.01.2004)

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Montag, 26. Januar 2004
do not FEED
Don't Feed

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Samstag, 10. Januar 2004
leserBRIEF 2003
"2002: Als beste Künstler werden Madonna, Herbert Grönemeyer, Tom Jones, Cher, und Santana ausgezeichnet. Zu den Top-Hits gehören Westlife mit "Uptown Girl", die No Angels mit "All Cried Out", Kelly Osbourne mit "Papa Don`t Preach", Madonna mit "American Pie". Die Musikindustrie erfährt zum ersten Mal nach einer langen Boomzeit einen Umsatzrückgang. Als Hauptursachen macht sie das in Mode gekommene Kopieren von CDs und das Tauschen von Musikdateien im Internet verantwortlich. Um den Kids klar zu machen, daß das Kopieren von Musik letzendlich die Künstler schädigt, startet die Industrie die Kampagne "Copying Music is Killing Music".

2003: Die Musikindustrie zeichnet Herbert Grönemeyer, Nena, Kim
Wilde, Ozzy Osbourne und Metallica als beste Künstler aus. Das Album
Nr. 1 ist Nena mit Remixen ihrer größten Hits. In den Hitparaden
finden sich neben Alexander, Juliette und Daniel K. auch Jeanette
Biedermann mit "Rock my Life", das stark nach Roxette klingt.
Weiterhin gehören Lichtenfels mit "Sounds like a Melody", Outlandish
mit "Aicha", Kraftwerk mit "Tour de France 2003", KCPK mit "We will
Rock You" und Murphy Brown mit "Axel F 2003" und Culture Beat mit
"Mr. Vain Recall" zu den Tophits. Die meisten CDs haben Kopierschutz. Seit August ist das Kopieren kopiergeschützter CDs verboten, ebenso das Herunterladen von Musik aus dem Internet. Der Umsatz der Musikindustrie geht um weitere 15% zurück, besonders betroffen Hit-Kompilationen mit 47%.

2004: Die Musikindustrie zeichnet Herbert Grönemeyer, Marius
Müller-Westernhagen, DJ Bobo, Marianne Faithfull und Pur aus. In den
Charts stehen das Hollywood Dance Project mit "Relax Reloaded",
Kajagoogoo mit "Too Shy 2004", Nena mit "Haus der 2004 Sonnen" und
Nico W aus "GZSZ" mit "Ich vermiß Dich wie die Hölle" lange Zeit ganz
oben. Mit Hilfe einer automatisierten Sauger-Suche kann die Musikindustrie
alle Nutzer von Tauschbörsen ausfindig machen. Fünf Millionen
Haushalte in Deutschland erhalten daraufhin Post des Münchner Anwalts
G., der ultimativ die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung
einfordert und die Erstattung von Auslagen über 583,74 Euro. Die Tauschbörsen brechen zusammen. Die Hälfte aller T-DSL-Anschlüsse
wird gekündigt. Der Umsatz der Musikindustrie geht um weitere 10%
zurück....."

Tonspion Jahresrückblick 2003: Der Leserbrief des Jahres

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Freitag, 19. Dezember 2003
heavy rotation MUZACK
*den zeitgeist wie immer verschlafen, aber schlussendlich dank des tonspions doch noch als entspannter zielgruppling den freitagabend auf dem sofa liegend schnitzelstullenessenderweise verplempernd*
Louie Austen - Easy Love

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Mittwoch, 17. Dezember 2003
magic RUMSFELD
Magic Rumsfeld

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zieh deine BAHNEN
11 Freunde

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beSESSEN
"... mir kürzlich vorgenommen, meinen aktiven Wortschatz in kleinen Schritten progressiv zu verändern, Allerdings in freier Wildbahn noch keine Gelegenheit zum Einsatz der Replik "nein, der ist schon besessen!" auf die Frage, ob "dieser stuhl noch frei" wäre, gehabt. Schade. Den dazu passenden manisch-satanistischen Blick müßte ich aber eh erst noch vor dem Spiegel üben..."
(via Argh)

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maTRIX
Matrix Revolutions Soundtrack
"... das album ist viermal emotionslos angehört worden, optisch und technisch in einwandfreiem zustand, booklet wurde einmal gelangweilt durchgeblättert. nichts kaputt, obwohl mir das sehr schwer fiel. von dem album habe ich keine unerlaubte kopie gezogen, dazu war mit der rohling zu schade. versand erfolgt im gepolsterten umschlag, auch wenn es eigentlich zu schade dafür ist..."
Ebay 2572295461

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"Schatz, du Sau..."

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sweet NOVEMBER
"... Gerhard Schröder war gerade auf dem Weg nach New York, um für Deutschland zu werben. Ich beneidete ihn nicht. Wenig später besuchte ich mit dem Kamerateam eine Kaufhalle und füllte meinen Korb mit Dingen, die man gern nach Amerika mitbringt. Zwieback, Schokolade, Kaffee, Müsli und Stollen. Ich stand hinterm Einkaufswagen wie ein Teilnehmer der Kurieraktion "Mehr Geld für alle". Am Ende stellte ich alles zurück in die Regale, lief noch ein bisschen nachdenklich durch die Reihen - es war ja nur fürs Fernsehen. Dann lief ich nachdenklich durch die neue Mitte und redete mit einem Fernsehreporter auf dem Pariser Platz über meine deutsche Seele. Es war November, es war Nachmittag. Das Tageslicht verschwand langsam, aber der Kameramann brauchte noch eine Einstellung. Er dirigierte mich auf den Platz vorm deutschen Reichstag. Es war jetzt fast dunkel, der Wind strich über den weiten, freien Platz. "Stehen Sie einfach ein bisschen verloren rum", sagte der Kameramann. Nichts leichter als das..."
Sweet November (Magazin Berliner Zeitung 22.11.2003)

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